Wer sich fragt, wie sich Ginga zurzeit fühlt, für den könnte das folgende Interview von Interesse sein…
Mary: Guten Abend Ginga, es freut mich sehr, dass Du heute hier bist, um uns ein paar Fragen zu beantworten.
Ginga: Ich soll Fragen beantworten? (schaut schockiert) Davon haben mir die beiden nichtsgesagt!
Mary: Nun. Das bedeutet „Interview“: Ein Mensch stellt einem anderen Fragen, um mehr über ihn zu erfahren.
Ginga: Ha! Da fängt es schon an! Ich bin Nafish und allerhöchstens Vampir, aber kein Mensch! Außerdem dachte ich, „Interview“ hat etwas mit ansehen zu tun, wegen „view“. (1)
Mary: Manchmal hat sehen eben auch etwas mit Sprache zu tun. So wie Deine Leser Dich auch vor sich sehen, ohne dass ich ihnen ein Foto von Dir zeige. Apropos: Ein großartiges Kleid hast Du da an.
Ginga: Oh findest Du wirklich?! (strahlt vor Freude) Das stammt von meiner Shoppingtour mit Dariel. Ihm hatte es auch… gefallen. (versucht vergeblich ein anzügliches Lächeln zu unterdrücken)
Mary: Ach ja, die Szene hätte ich beinahe gekürzt.
Ginga: Ge-Was?! Das ist nicht Dein Ernst oder?!
Mary: (räuspert sich) Beinahe! Du und Dariel ihr habt ja so einige spezielle Szenen miteinander. Wie war das denn für Dich so?
Ginga: Der Wahnsinn! Ich meine, hast Du mal in diese Augen gesehen?! Und es macht so einen Spaß, ihn auf die Palme zu bringen! Ich würde ja gar nicht so übertreiben, wenn er mir nicht immer solche Steilvorgaben geben würde.
Mary: Vorlagen.
Ginga: Was?
Mary: Steilvorlagen.
Ginga: Ach so. Das ist doch egal! Außerdem hast Du mir doch diesen Sprachfehler angedichtet! Was kann ich dafür?
Mary: Mea culpa (2). (lacht) Aber ich wette, das macht Dich nur noch beliebter. Aber bleiben wir bei Dir. Auch wenn Du bei Cara und Dariel noch etwas zurückhaltend bist. Willst Du uns nicht doch etwas mehr über Dich verraten? Ein kleines Geheimnis vielleicht?
Ginga: Wie ich schon zu Cara sagte: Ich rede nicht gern über meine Vergangenheit. Und von meiner Zukunft darf ich wahrscheinlich noch nichts verraten. Wenn Deine Leser wüssten, was Du in Band III mit mir … Aber lassen wir das. Ein Gemeinnis … ähm … Geheimnis. Ich … Also … Aber das darf keiner, der das hier liest, Dariel oder Cara verraten! Es war kein Zufall, dass ich zu Caras Geburtstag mit ihr ins River Side wollte. Und es lag auch nicht an der genialen Location … Es … Ich … (zappelt nervös herum und betrachtet ihre Fingernägel) Ich hatte gehofft, ihn dort wiederzusehen. (3)
Mary: Moment mal! Willst Du damit sagen, dass Dariel und Du Euch schon kanntet?!
Ginga: Nicht direkt.
Mary: Das heißt?
Ginga: Ein Geheimnis! Von mehreren war nie die Rede! (schaut streng und irgendwie erleichtert) Also das reicht doch jetzt oder? Dariel sitzt ganz allein auf unserem Dach und sieht gut aus und bald kommt Cara nach Hause. Ich will noch ein wenig … Charakterstudien betreiben. (grinst wieder)
Mary: Na schön. Das nächste Mal vielleicht. Vielen Dank, dass Du Dir Zeit für uns genommen hast!

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(1) Englisch für „sehen“ oder „(Aus)Sicht“

(2) Lateinisch für „meine Schuld“. Ursprünglich aus dem Schuldbekenntnis Confiteor, das seit vielen Jahrhunderten in der katholischen Kirche beheimatet ist. Heute aber eine allgemeine, gehobene Floskel für ein Schuldeingeständnis.

(3) Inzwischen kannst Du zu diesem Geheimnis etwas mehr erfahren – am Ende des Buches, im letzten Code. 😉

Die Illustration ist übrigens meine aller erste digitale Zeichnung gewesen. Grausig, aber etwas besonderes. Zumal es auch noch ein Bild von Ginga ist. Wenn Du Dich auch an einer Skizze, einem Portrait oder Vergleichbarem probiert hast, dann schick mir Dein Meisterwerk an kontakt@mary-cronos.world und vielleicht erscheint es bald auf meiner Website oder meinen Social Media Accounts. Vergiss also auf keinen Fall Deinen Namen (und falls vorhanden  deinen Namen auf Facebook und Co).